Gepostet am 17. Juli 2026 [ Permalink ]
Von Flüssen, Bibern und Büchern
Das war Juli 2026

Flüsse sind Lebensadern für Flora und Fauna, aber auch für die Menschen, die mit ihnen leben. Doch Flüsse können noch so viel mehr sein: eine Inspiration für Kunst, Musik und Literatur, eine Reise, ein Duft, ein Siedlungsort, ein wirtschaftlicher Faktor. Sie bewahren Erinnerungen und Spuren der Vergangenheit. Sie sind ein Spiegel und ein Weg.
Flüsse haben mich schon immer fasziniert.
Ob als Kind im seichten Wasser eines kleinen Flusses planschen, an Bächen im Wald und an Gräben an Wiesenrändern spielen, es gab so viel zu entdecken. Später waren für mich die Flüsse attraktiver, die die großen Städte prägen, die Elbe in Hamburg, die Seine in Paris und ganz besonders die Themse in London. Bei Besuchen zog es mich immer wieder vor allem dorthin.
In meinem Artikel Where Nature and Civilisation Meet: My Lover for Rivers erzähle ich mehr von meiner Faszination.
Heute ist es die Natur, sind es Fließgewässer als Ökosystem, die mich vor allem beschäftigen.
Im Juli habe ich eine 36-stündige Fortbildung zum Thema Fließgewässer absolviert und mir damit ein Grundwissen erarbeitet.
Auch den einen oder anderen Feldauftrag habe ich erledigt und mich mal auf andere Art mit der Krückau in Barmstedt beschäftigt. War sie sonst ein wichtiger Bestandteil der Erzählungen auf meinen historischen Stadt- und Schlossinselführungen oder ein schöner Ort zum Spazierengehen zu jeder Jahreszeit, habe ich sie im Juli aus einer neuen Perspektive betrachtet und mich im Rahmen der Fortbildung intensiver mit ihr auseinandergesetzt.
Natürlich habe ich auch Lieblingsbücher zum Thema Flüsse, und wie so oft, sind es zwei englische: "Elegy for a River: Whiskers, Claws and Conservation’s Last, Wild Hope" von Tom Moorhouse und "The Pull of the River: A Journey Into the Wild and Watery Heart of Britain" von Matt Gaw. Beide sehr, sehr empfehlenswert - informativ, unterhaltsam, leidenschaftlich und humorvoll!
Ende des Monats stehen eine weitere Fortbildung und ein Vortrag an, die sich bei der Beschäftigung mit Fließgewässern geradezu natürlich ergeben: Dann geht es um Biber, Biberauen und welchen Beitrag diese pelzigen Landschaftsarchitekten für Renaturierung und Biodiversität leisten. (Wenn wir sie lassen.)
(Das Foto oben zeigt übrigens die Alster in der Nähe ihrer Quelle in Henstedt-Rhen. Es ist herrlich dort, eine wunderschöne Atmosphäre.)
